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Abgasanlage

Der Auspuff ist ebenfalls ein sehr wichtiges Bestandteil eines getunten Motors. Wobei dem Krümmer und der Vereinigung derer eine große Aufmerksamkeit zukommt. Denn ein falsch berechneter Auspuff kann einen ansonsten optimalen Motor zum geringer Leistungsabgabe verdammen. Die Berechnung des Auspuffs beruht ebenfalls auf Schwingungstechnischen Betrachtungen der Abgasströme. Man kann mit einem guten Zusammenspiel von Ventilüberschneidung ( siehe Kapitel Zylinderkopf ) und darauf abgestimmten Auspuff eine sehr gute Füllung erreichen. Die kann man sich so vorstellen, das eine gewissen Menge Frischgas durch den Zylinderkopf in den Auspuff strömt. Nun muß sie dort von einer zurückkommenden Druckwelle einer vorher ausgestoßen Altgasmenge zurück in den Brennraum gedrückt werden bevor die Auslaßventile sich geschlossen haben. Auf diese Art und weise erreicht man eine sehr gute Ausströmung der Altgase aus dem Brennraum und gleichzeitig eine Erhöhung der Brennraumladung welche über den theoretisch möglichen Füllungsgrad liegt. Jedoch muß man beachten das alles stimmen muß denn falls die Gegendruckwelle zu spät kommt sind die Ventile schon geschlossen und das Frischgas entzündet sich im Auspuff. Dadurch steigt dessen Temperatur ( Luft nimmt bei höheren Temperaturen ein größeres Volumen ein ( dehnt sich aus) ) und dies verhindert ein schnelles Ausströmen der Altgase. ( läßt sich gut mit folgendem Modell vorstellen: Ein großer Pool ( warme Luft ) braucht wesentlich länger zum Abfließen als ein kleiner Pool, gleiche Abflüsse vorausgesetzt ).
Man muß jedoch auch bei der Auspuffberechnung Abstriche machen da bei ihr immer ein Idealzustand vorausgesetzt wird welcher aber in keinem Motor abläuft. Außerdem ist der berechnete Wert nur das Optimum für eine konkrete Drehzahl. Um jedoch eine gute Fahrbarkeit des Motors zu erreichen nimmt man die berechneten Werte als Anhaltspunkte und entwickelt die Abgasanlage auf dem Prüfstand.

Die typischen Anlagenvarianten sind heutzutage ( vom 4 Zylindermotor ausgehend):

2 Krümmer münden in ein Rohr und anschließend münden diese 2 Sammelrohre in ein großes gemeinsames Rohr. Wobei bei dieser Auslegung genau auf die Zündfolge der einzelnen Zylinder zu achten ist !

Bei der 2ten Variante münden alle 4 Krümmer in ein Rohr ( sogenanntes 4in1 System) diese ist die heute häufiger verwendete Version da mit ihr höhere Maximalleistungen zu erreichen sind. Durch die Vereinigung der 4 Rohre an einer Stelle entsteht eine Injektorwirkung welche eine intensive Durchströmung durch den Zylinderkopf bei Ventilüberschneidung ermöglicht. Auf diese Weise kann sich durch die Saugwirkung selbst bei verhältnismäßig kleinen Ventilquerschnitten eine optimale Zylinderfüllung ergeben. 

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