Zum Kurbeltrieb zählt man die Kurbelwellen sowie deren Lagerung und die Pleuel. Heutzutage werden im modernen Rennmotorenbau fast ausschließlich Gleitlagerkurbelwellen verwendet. Da Gleitlager wesentliche Vorteile besitzen,
wie zum Beispiel:
- geteilt ausführbar ( Montage)
- geringen Reibungsbeiwert
- infolge der Schmierschicht unempfindlich gegen Stöße und
Erschütterungen
- können für größere Belastungen und sehr hohe Drehzahlen (n>10000 )
ausgelegt werden
- vorteilhafter Mehrstoffaufbau
Des weiteren haben Gleitlagerkurbelwellen klare Vorteile in der Festigkeit . Da sich bei kurzhubigen Motoren die Kurbelzapfen stark überschneiden, kann die Kurbelwelle aus dem Vollen gearbeitet werden. Dies ist ein wesentliche geringerer Aufwand um ein motorsportgerechtes Bauteil herzustellen.
Ist dagegen keine Überlagerung der Zapfen möglich muß eine Kurbelwelle gesenkgeschmiedet werden damit die Werkstofffasern erhalten bleiben und sich so eine ausreichende Festigkeit erreicht wird.
Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Verwendung geänderter Kurbelwellen ist deren Auswuchtung. Dabei wird die Auswuchtmethode auf die Einbaulage des Motors abgestimmt, dies ist von Nöten damit es nicht zu einem unkontrollierten oder gar negativen Schwingungsverhalten kommt.
Nicht zu vergessen sind Prüfungen des Motorblockes ob die konstruktive Auslegung der Lagerstellen der gesteigerten Leistung stand hält.
Die Pleule welche beim Motortuning verwendet werden müssen natürlich auch den gesteigerten Belastungen gerecht werden. Sie werden daher aus stabileren Material gefertigt und haben eine statisch günstigere Form. Wobei selbst diese Spezialpleuel noch einer fachgerechten Nachbearbeitung bedürfen.